Die Sucht nach dem Glücklichsein

Die Sucht nach dem Glücklichsein, hoch über den Wolken schweben ist das Höchste aller Gefühle. Die Welt unter mir. Sie gehört mir.

Den Mount Everest zu besteigen ist mittlerweile nicht nur den Hardcore Bergsteigern vorenthalten. Es gibt keine Grenzen in dem, was wir machen können, um uns einen kurzen Moment des Glücks zu erkaufen. Sei es eine Handtasche oder ein neues Auto. Je größer die Anschaffung, desto größer und langanhaltender das Glücksgefühl. Ständig suchen wir nach Neuem das uns glücklicher machen soll. Aber immer wieder verschwindet das Glücksgefühl, sobald wir, das, was uns glücklich machen sollte, in unseren Besitz genommen haben.

Die Sucht nach dem glücklich sein. Den Mount Everest besteigen

Wann haben wir genug vom glücklich sein? Muss man ständig glücklich sein?

Die Sucht nach dem Glücklichsein, macht uns oft zu dem, was wir nicht sein wollen. Wir tun Dinge, von denen wir glauben, dass sie uns am Ende glücklich machen werden. Treffen falsche oder voreilige Entscheidungen in Beziehungen, Anschaffungen, Job, und verschulden uns dabei. Alles im Namen des Glücks.

Im Grunde, suchen wir das Glück immer woanders, und nicht da, wo es eigentlich ist. In uns selbst. Ein regnerischer Tag, kann Glücksgefühle auslösen, wenn wir draußen in Regenpfützen pantschen, oder er kann uns den Tag vermiesen. Es ist alles Ansichtssache. Zufrieden zu sein ist Glück. Jetzt zum Jahresanfang, ist es eine gute Idee Bilanz zu ziehen. Aufzuschreiben, was man hat. Was einen glücklich macht. Welche Menschen machen euch glücklich, seit ihr mit den Beziehungen die ihr führt glücklich? Oder solltet ihr eventuell ausmisten? Wie sieht es aus mit Gegenständen, die ihr zu Hause herumliegen habt? Machen die Gegenstände euch glücklich, oder sind sie eher eine Bürde? Oft, sind es die kleinen mondänen Dinge die einen glücklicher machen als der Porsche in der Garage. (OK. Ein Porsche ist ein tolles Auto, und es macht sicher Spaß für einen kurzen Moment auf der Autobahn so richtig Gas zu geben).

Lange hält das aber auch nicht an.

Nachhaltiges Glücklichsein ist, Zufrieden mit uns selbst zu sein.

Man kann nicht immer glücklich sein, weil wenn wir es wären, würden wir dann dem Glück die Beachtung schenken, das es verdient bei all dem Überfluss an Glück? Die Sucht nach dem Glücklichsein, hat für mich manchmal etwas manisches, stressiges und krankhaft ambitioniertes.

Viel wichtiger als dem Glück hinterher zu jagen ist, das man Zufrieden ist. Zufrieden sein mit dem, was man hat, ist und tut. Gut ist gut genug, und es muss nicht immer alles perfekt sein. Perfektion ist eine Krankheit, die uns dazu bringt, stets unzufrieden mit allem zu sein. Unzufrieden mit dem, was man ist, tut und hat. Nachhaltiges Glück ist, zufrieden mit uns selbst zu sein, weil wir uns dadurch nicht gezwungen fühlen das Glück außerhalb von uns selbst zu suchen.

Dazu gehört auch, sich als Single wohl zu fühlen. Eine Partnerschaft wird einen kurz überlang nicht glücklich machen, wenn man unzufrieden mit sich selbst ist. Es ist auch gut Single zu sein und es sein zu können. Man kann niemandem die Verantwortung zum eigenen Glücklichsein geben. Es ist etwas, das man gemeinsam schmiedet, mit einem 50/50 Anteil.

Aus diesem Grund, scheißt aufs Glücklichsein, und seid zufrieden mit euch selbst. Wenn es plötzlich ungeplant, ungewollt und nicht erkauft zu euch kommt, wird das Gefühl umso fabelhafter und nachhaltiger sein.

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